Big in Japan – 10. Tokyo Marathon 2016

So toll hätte ich mir den Tokyo-Marathon nicht vorgestellt! Es hat nicht am (fast) perfekten Wetter gelegen. Vielmehr sind es die Menschen, die diesen Marathon zu einem unvergesslichen Erlebniss machen. Besonders die unzähligen Helfer von TEAM SMILE😃💓👍😘

Link: 5 Best Things About Running the Tokyo Marathon

Am Vorabend war alles bestens präpariert & bereit gelegt! Laut Empfehlung des Veranstalters:  Check Again! wurde alles noch einmal kontrolliert – echt japanisch!

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Double Checked 🤔😋😉
auf dem Weg zum Start – Uli & Irina vorneweg!

(Bildquelle: Internet)


Dieses Jahr wurden beim Tokyo-Marathon die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal massiv verstärkt. Kontrollen an den sechs Eingangsbereichen ähnelten den Untersuchungen am Airport. Flüssigkeiten durften nicht mitgenommen werden und nach der Untersuchung der Gepäckstücke ging es durch einen Metalldetektor. Laut Japan-Times wurden in diesem Jahr Gesichtserkenner an den Zugangsbereichen eingesetzt. Insgesamt überwachten 12 Flugdrohnen die Marathonstrecke und meherer (sogenannte) Abwehrdrohnen standen bereit, um unbefugte Drohnen beim Eintritt in den überwachten Raum abzufangen.  Auf der Strecke waren dutzende Polizisten als „laufende Security“ unterwegs!

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dienstlich im Rennen!

Es ist erstaunlich, dass bei diesem Aufwand 36.000 Marathonis pünktlich an die Startlinie gelangten.

(high) Security first
Spaß an der Gepäckannahme

Hinter der Eingangskontrolle wurde man  direkt von den hochmotivierten und immer freundlichen Helfern von Team-Smile begrüßt. Mit einem Lächeln auf den Lippen, kontrollierten sie noch schnell, ob man seinen Chip am Schuh befestigt hat. Good Job – Well done!

Good luck!

Beim obligatorischen & zeitraubenden Besuch der Dixies hatte ich zwar eine kurze Schlange erwischt – aber auch die Reihe an einer Toilette im „Japanese Style“. Die Western-Style Toiletten sind  vor dem Marathon eher zu empfehlen! Die genaue Anleitung (siehe unten) für den ordnungsgemäßen Toilettenbesuch war leider nicht im „stillen Örtchen“ vorhanden (habe ich später erst gefunden) – über den weiteren Verlauf des Toilettenbesuchs legt sich ein „Mantel des Schweigens“.

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An der Startlinie

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An der Startlinie geht es sehr festlich zu. Irgendwann wird die weltweit übliche Pop-Musik abgestellt und nach der Vorstellung der Top-Läufer im Feld wird die japanische Nationalhymne gespielt & gesungen. Nach dem erfolgten Startschuss geht das hintere Läuferfeld in zügigen Schritten zur Startlinie vor. Das ganze wird musikalisch recht eindrucksvoll von einem Opernchor live begleitet! Gänsehaut pur wie man auf dem kleinen YouTube Video erkennen kann: Oper an der Startlinie!

2 Suchbilder! Wo bin ich ???

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Die Laufstrecke des Marathon ist sehr abwechslungsreich und führt an vielen touristischen Highlights vorbei. Vom Rathaus geht es vorbei am Kaiserpalast bis zum Zojoji Tempel und dem Tokyo-Tower. Weiter geht es mitten über die Ginza, der berühmten Shopping Meile. Hinter km25 läuft  man direkt auf den Asakusa-Tempel zu. Danach gibt es einen perfekten Blick auf den Sky-Tree, dem Mega-Fernsehturm (634m) der Metropole!

Die Zuschauer sind sehr zahlreich und kommen oftmals in der verücktesten Verkleidung an den Streckenrand. An vielen Stellen herrscht richtige Partystimmung und die Läufer werden enthusiastisch angefeuert!

Luigi ist der absolute Hit in Japan!

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Bildquelle: Japan Times

http://www.japantimes.co.jp/sports/2016/02/29/general/tokyo-marathon-2016-a-great-day-at-the-races/#.VvRC3WPaWyd

L​ediglich auf den letzten Kilometer Richtung Hafen / Messe stehen etwas weniger Menschen am Straßenrand.

Manchmal stehen die Zuschauer zurückhaltend – ja fast ehrfurtsvoll am Straßenrand und begleiten das bunte Treiben mit einen dezenten Klatschen bzw einem bewundernden Schweigen😉🤔👏😷

Da hilft es auch nicht, wenn der Volunteer (freiwillige Helfer) aus Team Smile vor der Menschenmenge mit einem auffordernden Cheeeeeer „Auf und Ab“ springt‼️

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Absolute Weltklasse sind aber die vielen freiwilligen Helfer an der Strecke. Voll engagiert und permanent am anfeuern! Streckt man einem die Hand zum Abklatschen hin, geht das sofort die gesammte Reihe von 10-15 Personen durch 👋👋👋‼️

“Ganbatte kudasaiiiii!”“Nicht aufgeben!”

In Amerika hört man unzählige Anfeuerungen wie „Good Job“ oder „Well Done“! Die Grundmelodie, die sich durch Tokyos Straßen zieht ist das langgezogene:

„Ganbatte kudasaiiiii!”!!! Nicht Aufgeben!

 

Ist den schon wieder Karneval? (Bildquelle: Japan Times)

 

Team – Smile in Action

  

Besonders Intensiv war wieder einmal Team-Smile 😃 trotz der vielen Arbeit mit der Getränkeversorgung!

Apropos Getränke! In Japan gehört es sich nicht irgendetwas auf den Boden zu werfen! Deshalb stehen hinter den Getränkestellen die nächsten freiwilligen Helfer und halten Tüten für die Becher bereit. Darüberhinaus gibt es noch je Stand drei große Abfallkartons und unzählige Helfer mit Mülltüten im weiteren Streckenverlauf. Diese Helfer sammeln nicht nur den Abfall ein, sondern unterstützen selbstverständlich mit einem lauten “Ganbatte kudasaiiiii!” 👋👋👋 – Abklatschen inklusive!!!!!

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perfektes Outfit ! ??? (Bildquelle: InterAir)
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Fanecke InterAir! DANKE👏👋‼️ (Bildquelle: InterAir)
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Yeahhhhhhhh (Bildquelle: Interair)
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Ganbatte kudasai ‼️😘💓 (Bildquelle: InterAir)
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(Bildquelle: InterAir)

Ohne Gnade in den „Besenwagen“‼️👎

Eine echte Warnung gibt es für Läufer, die den definierten Zielschluß von 7 Std. in ihrer Planung als  kalkulierte Endzeit im Visier haben!

In Tokyo  geht man davon aus, dass jeder Läufer mit dieser Zielzeit zum Ende langsamer wird. Das jemand diese Zielzeit durch eine gleichmässige Pace über die gesamten 7:00 Std. erreicht  wird nicht adäquat berücksichtigt. Dies bedeutet, dass man an verschiedenen Kontrollpunkten eine im Vorfeld festgelegte Zeit bereits erzielen muss (schneller als die gleichmässige Pace!) Die vorgebenen notwendigen „Zwischenzeiten“ sind im Programm nachlesbar. Die Zeit läuft übrigens ab dem Startschuß. Wer erst nach 20 Minuten die Startlinie überquert hat die Zeit bereits auf „seinem Konto“ 😦

Wer dies nicht beachtet,  riskiert den Ausschluss aus dem Rennen! Mir wurde dies durch die Erzählungen eines Läufers unserer Reisegruppe bewußt gemacht. Er verfolgte  die   Strategie eines langsamen gleichmässigen Lauftempos und schwörte darauf, dass er dies bis zu km 42,2 durchgehalten hätte.

Checkpoints

aus dem Runners Handbook („During  the Race“)

Bei der Kontrolle um km15 wurde er  jedoch, unbarmherzig (aber  Regelkonform) von „Course-Marshals “ aus dem Rennen genommen. Dabei zeigte man keinerlei Gnade. Den ersten Marshal konnte er noch umlaufen, um danach zwei weiteren direkt „in die Arme“ zu geraten. Diese begleiteten Ihn in einen bereitstehenden Bus und das Abenteuer  Tokyo-Marathon endete tragisch & absolut niederschmetternd mit einer ungewünschten Busfahrt zum Ziel‼️🚌

Das  es anderen ähnlich ergangen ist zeigt der  folgende Post: http://sandyruns.blogspot.de/2016/03/tokyo-marathon-fail-my-undeserved-dnf.html

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Die Versorgung im Verlauf der Strecke beinhaltete etwas (für mich) sehr untypisches. Jede Menge Tomaten 🍅🍅 neben den gewohnten Bananen 🍌 Ich habe sie natürlich probiert und muss sagen – es passt😉‼️

WE 💓TOMATO – TOMATO POWER – TOMATO ENERGY (Marathon Messe)

Im letzen Jahr wurde von einer japanischen Firma  ein kleiner Roboter (TOMATAM) entwickelt, der auf der Schulter sitzend, den Läufer während des Laufs mit Tomaten füttert 🤔😂🍅🍅🍅

Quelle: Japan Times

 

(Bilquelle: Internet)

 

YouTube Video: TOMATAM – Roboter füttert Läufer!

WE 💓TOMATO – TOMATO POWER – TOMATO ENERGY 😉🍅🍅🍅

Bei uns spielt die Tomate bei der Versorgung an der Marathonstrecke keine bedeutende Rolle! In Japan wird sie mit folgenden Argumenten beworben: hoher Gehalt von Vitamin A & C 🍅 hoher Wasseranteil 🍅 reich an Liponsäure (Coenzyme bei der Umwandlung von Glukose in Energie) 🍅 reich an Cholin (gut für die Muskeltätigkeit)‼️

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die Ginza!

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Im Stadtteil Asakusa befindet sich der Wendepunkt der langen Schleife, die von der „Ginza“ bis zum Asakusa-Schein und dem Sky-Tree führt. So langsam nähert man sich der 30km Marke und bei den Läufern, die sich ihre Energie schlecht eingeteilt haben, beginnt „die Zeit der Leiden“!

  

Sky Tree Tokyo (634m)
Asakusa-Kannon-Tempel

Die gesamte Strecke ist flach und hat nur am Ende, durch Brücken einige kleine Spitzen im Höhenprofil.

Ab km35 fallen einem die vielen Spraydosen auf, die von den Zuschauern für die Läufer bereitgehalten werden. Eisspray scheint in Japan sehr populär zu sein und wird von den einheimischen Läufern dankend angenommen.Hier wird am laufenden Band „vereist“ 🙂

Die Zuschauer sind teilweise mit mehreren Dosen „bewaffnet“ und sind extrem motiviert „selbst Hand anzulegen“. Da mir meine Knie nicht weh taten und ich auch keine „Eisspray-Premiere“ beim Marathon erleben wollte, bin ich sicherheitshalber immer in einem weiten Bogen um diese hilfsbereiten Hobbysanitätern herum gelaufen😘👍

Nach der Ziellinie hat mich das Eisspray dann doch noch erreicht! Das erste, was mir eine freundliche Helferin in  die Hand drückte, war  tatsächlich eine kleine Dose Eisspray‼️

Danach wurde es noch skuriller: Rechts und links waren vier Reihen Stühle aufgestellt, damit das „geschundene Läuferknie“ in bequemer Sitzpossition behandelt werden konnte! Auch hier wurde „um die Wette“ vereist!

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Auf den letzen Kilometern sind leider nur noch wenige Zuschauer versammelt und durch die kurzen Anstiege (Brücken) im Profil der Strecke wird es zusätzlich anstrengend! ich hatte mir meine Kräfte jedoch gut eingeteilt und konnte noch ein wenig zulegen!

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erster Japaner im Ziel – Yuki Takamiya

Spätestens im Zielbereich ist  alles Leid schnell vergessen, den man hat den Eindruck, dass einen jeder – aber wirklich jeder gratuliert! Der Höhepunkt steht aber noch bevor. Sobald man die Halle mit den Kleiderbeuteln betritt, ist man zu Tränen gerührt, denn alle die vielen Helfer applaudieren enthusiastisch! Unvorstellbar 😘😘👍
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03:48:09 – Ziel!
Medallien Übergabe

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Applaus Applaus
Applaus Applaus
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…… und das ist jedes Jahr so! (Bildquelle: therightfit) http://www.therightfits.com/2015/02/fits-race-reviews-tokyo-marathon-2015/

Ich würde jederzeit wieder teilnehmen und bin superglücklich, dass ich mit Tokyo die komplette Serie der sechs World Marathon Majors absolviert habe!

RUN THE MAJORS 👍👍👍👍👍👍

Wer noch mehr  über die World-Marathon Majors erfahren möchte, findet auf meinem Laufblog „der-laufgedanke“ einige Beiträge zu  den einzelnen Läufen. Alle  Beiträge sind mit vielen Bildern und Beschreibungen der Strecke sehr  interessant gestaltet!

http://der-laufgedanke.blogspot.de/

Unter dem Label: „World Marathon Majors“ in der Stichwortliste findet  Ihr alle Beiträge.

 

Domo Arigato Gozaimasu Tokyo & Team-Smile!

Bis bald

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3 Gedanken zu “Big in Japan – 10. Tokyo Marathon 2016

  1. Omedeto gozaimasu zum World Marathon Majors!!!!!!!!! Sehr schöne Fotos und wohl ein besonderer Event. Weiterhin viele schöne Erlebnisse, wir freuen uns auf die Berichte. LG Heidrun und Willi

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  2. Jörg, etwas verspätet … herzliche Gratulation zur Vollendung der Serie!
    Und natürlich auch kudos an den gesamten Betreuer-Stab von Zatopek Eitorf! Hinter jedem erfolgreichen Mann … und so 🙂
    lg Georg + Veronika

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